Absolut Park – Hot Spots der Alpen – Der Park hat sich in 20 Jahren zum absoluten Aushängeschild entwickelt und ist zur internationalen Marke für europäische Freestyle-Kultur geworden.

David Alaba, Niki Lauda oder Herman Maier, Österreich bringt immer wieder internationale Sportgrößen hervor, die begeistern und in den verschiedenen Disziplinen dominieren. Eine weitere Ausnahmeerscheinung der Alpenländer ist der Absolut Park im Salzburger Land. Diesen Winter feiert der Freestyle-Hot Spot 20 Jahre Absolut Park, ein starkes Jubiläum, an das kaum jemand 1999 glaubte, als die ersten Schneehaufen zu Absprüngen geformt wurden. Das Snowpark-Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat absolut etwas richtig gemacht und wer abends nach einem Shred Day in Flachauwinkl seine Beinen spürt, der weiß, dass sich der Muskelkater gelohnt hat!

Snowboarden wird erwachsen und mit ihm seine einst verrückten Wilden, die gegen alte Strukturen rebellierten und auch den in Vergangenheit viel besagten Tod von Freestyle trotzten. Der Absolut Park und die Menschen, die hinter dem Projekt stehen und es Jahr für Jahr vorantreiben, gehören genau zu dieser Riege. Während anderswo die Parks nach und nach eingestampft wurden, hat man in Flachauwinkl konsequent den Park über die letzten 20 Jahre ausgebaut und so eine Freestyle-Welt geschaffen, die praktisch keine Wünsche für jedes Fahrlevel offen lässt. Aber auch neben den rund 100 Freestyle-Obstacles bietet Flachauwinkl ein abwechslungsreiches Terrain, das unzählige Kickerspots und Tiefschneeruns mit Pillows und Windlips bietet.

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Es muss wohl vor rund 12 Jahren gewesen sein, als der Verfasser dieses Textes Seppi Harml, den Park Manager herausforderte, als er ihm sagte, dass er mit dem Absolut Park erst dann einen wirklich guten Job macht, wenn er alle Shredder aus dem Tiefschnee in den Park holt und ich endlich in Ruhe die verspielten Powder Lines genießen kann. Der gute Mann ließ sich nicht lumpen und hat in den Folgejahren mit dem ‚The Stash‘ einfach einen meiner Lieblingsruns zum Park-Areal umfunktioniert und einen weiteren Hang ebenfalls zum Park ausgebaut, indem ich gerne den Tiefschnee mit meinem Board entzweite. Seppi hat meine Herausforderung angenommen und es zudem geschafft, einen absoluten Powder-Junkie auf Entzug erfolgreich in den Park zu holen. Die Lines machen Laune und bieten so viele Optionen, dass ich für mich das Parkfahren neu entdeckt habe.

Freestyle ist tief in der DNA aller Beteiligten des Absolut Parks verankert | © Absolut Park/Markus Rohrbacher
Freestyle ist tief in der DNA aller Beteiligten des Absolut Parks verankert | © Absolut Park/Markus Rohrbacher

Worauf ich mit dieser Anekdote eigentlich hinaus möchte, ist, dass Flachauwinkl keine halben Sachen macht und seine Visionen konsequent verfolgt und so große Teile des Skigebiets zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten für Freestyler ausbaut. Es gibt heute sieben „First Class“-Lines, die zwischen den beiden Liften Powder Shuttle und Absolut Shuttle verlaufen und für Spaß und Herausforderung sorgen. An dieser Stelle muss ‚The Stash‘ noch einmal in den Fokus gerückt werden. Der Wood Park am Powder Shuttle wurde im Sommer 2018 gemeinsam mit einigen namenhaften Burton Teamridern neu konzipiert und generalsaniert. Der ‚The Stash‘ wird euch diesen Winter mit vielen neuen Holz-Features begrüßen, die an das Terrain angepasst eine funny Backcountry-Parkline im nicht präparierten Gelände ergibt.

  • Website: absolutpark.com
  • Facebook: Absolut Park
  • Höhenlage: 1.600 bis 2.900 Meter
  • Ticket 1 Tag: 53,- Euro (Erw.*) / 40,- Euro (Jug.**) / 49,50 Euro (Stud.) / 26,50 Euro (Kids***)
  • Ticket 6 Tage: 266,- Euro (Erw.*) / 199,50 Euro (Jug.**) / 247,50 Euro (Stud.) / 133,- Euro (Kids***)
  • Saison: 610,- Euro (Erw.*) / 432,- Euro (Jug.**) / 238,- Euro (Kids)
  • Verbund: Ski amadé
  • Unterkünfte: Alpin-Chalet, Tauernhof

*bis 1999 / **2000-2002 / ***bis 2003

Interview mit Seppi Harml – Absolut Park – Hot Spots der Alpen

Seppi Harml ist Mitgründer und Park-Manager vom Absolut Park, der diesen Winter 20 Jahre wird. In einer ruhigen Minute haben wir den Mann während des Park-Openings Anfang Dezember zur Rede gestellt und ihn zu den Early Days, der Gegenwart und der Vision für die des Absolut Parks interviewt.

Seppi Harml | Absolut Park - Hot Spots der Alpen
Seppi Harml | © Absolut Park

Hallo Seppi, du bist Mitinitiator des Absolut Parks, der diesen Winter 20 wird. Was fällt dir spontan zu 20 Jahren Absolut Park ein?
Da ich dich fast seit der Gründung des Parks kenne, denke ich gerade nur: „Mann, ist der Gogl alt geworden!“

Ganz meinerseits! Jetzt aber mal ohne Schmäh, vor 20 Jahren war für die meisten Skigebiete ein Snowpark undenkbar. Was war der Impuls dafür, eine „verrückte Abfahrt“ mit Sprüngen ins Leben zu rufen?
Damals als Schüler wollten wir einfach Park fahren und haben es irgendwie geschafft, ein paar Pistenraupenstunden vom Shuttleberg zu bekommen. Wir haben dann die Kicker in Handarbeit geshapt und angefangen in unserer Freizeit Rails zu schweißen. Es dauerte nicht lange bis sich immer mehr motivierte Shredder beim gemeinsame Shapen, Schweißen und Shredden trafen. Unter anderem waren damals Mac und Lilo Krebernik, Max Rehrl und Reini Schitter dabei, die zu dieser Zeit schon gut in der Freestyle-Welt verankert waren. Max wurde anschließend sogar für einige Jahre Betriebsleiter am Shuttleberg, wodurch der Absolut Park im Gebiet immer mehr berücksichtigt wurde und schneller wachsen konnte als sein Widerstand.

Gibt es zum Absolut Park eine Statistik zur Frequenz der Parkfahrten in den letzten 20 Jahren?
Die gibt es in der Tat und sie war auch unser wichtigstes Argument, um den Widerstand gegen den Park zu überwinden. Wir hatten in den Anfängen rund 100.000 Fahrten am Park Lift. Heute nähern wir uns der Millionenmarke.

Der Absolut Park ist heute ein internationaler Hot Spot. Mit drei Mal in die Hände spucken wird man den Ansprüchen der internationalen Creme de la Creme nicht gerecht. Wie viele Leute arbeite heute an dem Projekt Absolut Park, um diesen Vorzeigepark zu bauen und in Stand zu halten?
Unser Kernteam besteht aus 13 Personen und drei Pistenraupen für den Park. Dazu kommt weiterer Support aus den anderen Abteilungen. Das fängt bei der Kasse an, geht über die Schneeherstellung und endet mit der Absolut School, die die Freestyle-Kurse übernimmt. Im Grunde ist der Park fester Bestandteil des Gebiets, wodurch alle 110 Mitarbeiter direkt oder indirekt am Park mitwirken.

Das Absolut Park Snowboard Team | Absolut Park - Hot Spots der Alpen
Das Absolut Park Snowboard Team | © Absolut Park

Ihr habt eines der größten Freestyle-Teams der Welt. Welchen Effekt hat ein solches Team für euch als Park-Betreiber?
Als Betreiber ist für uns das Absolut Park Shred Team besonders wertvoll für die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung des Parks. Wir fordern von unseren Teamfahrern regelmäßig Feedback ein. Viele unserer Innovationen und Verbesserungen entstehen aus der Zusammenarbeit zwischen der Shape Crew und dem Shred Team. Dank Bernd Egger, Dude und unseren Teamfahrern funktioniert das Ganze heute sehr symbiotisch.

Beim Absolut Park denken die meisten an überdimensionale Kicker, Pros und Szene-Treff. Habt ihr auch für Otto Normal-Snowboarder fahrbare Elemente?
Ja, der Großteil des Parks ist für alle fahrbar. Der Stash z.B. ist ideal für Kids und Familien und bietet an Powder-Tagen auch super Möglichkeiten für geübte Freestyler. Unser Cross Run in Kleinarl ist so gebaut, dass man ohne Sprünge alles geben kann. Die Beginner/Medium Line bietet Kicker von 2 m bis 8 m und im Jib Park gibt es immer ein Easy Line.

Marco Grilc mit Familie auf dem Weg zum Absolut Park | Absolut Park - Hot Spots der Alpen
Marco Grilc mit Familie auf dem Weg zum Absolut Park | © Marco Grilc/Grilosode 3.9

Was erwartet diese Saison die Leute, die zu euch zum Shredden kommen?
Wir werden den Lil‘ Stash weiter ausbauen und bieten mit der Absolut School einen Burton Riglet Park an. Marko Grilc zeigt schon einige Zeit wie Snowboarden mit Kids funktioniert. Du hast deinen Kleinen ja auch schon die Piste runtergeschickt, bevor er Fahrradfahren konnte. Für Familien, die sich dem Thema Freestyle nähern wollen, haben wir wirklich eine ideale Startbase.

Wir sind am Ende angekommen. Da liegt es auf der Hand, dich nach deiner Vision für die Zukunft zu fragen.
Wir möchten weiterhin an 130 Tagen und mehr im Jahr den Park geöffnet haben. Zudem werden wir perspektivisch im März und April noch mehr realisieren, damit die beste Zeit im Jahr noch besser wird. Und selbstverständlich wollen wir den Absolut Park auch noch in 20 Jahre betreiben, nicht zuletzt damit wir beide wieder ein Interview führen können.

Interview: Prime Snowboarding/Basti Gogl