Open Faces Freeride Series 2021: Mit einem variablen Konzept geht Europas größte Freeride Qualifier Serie optimistisch in die kommende Saison.

Die Organisatoren Europas wichtigster Qualifier Series haben ihre Hausaufgaben gemacht und sich akribisch auf die kommende, herausfordernde Saison vorbereitet.

Wie immer steht auch bei diesen Planungen die Sicherheit der Rider und des Teams im Fokus. Mittels zahlreicher technischer Hilfsmittel werden die Events 2021 quasi kontaktlos über die Bühne gehen und eine sichere Abwicklung in Covid-19 Zeiten ist gewährleistet.

Die Bestätigung der Profisportlizenz durch die österreichische Bundesregierung bringt Planungssicherheit in der sportlichen Abwicklung. Trotzdem will man das tägliche Geschehen der weiteren Wochen im Auge behalten und die finalen Entscheidungen gemeinsam mit den Destinationen auf die aktuelle Situation anpassen.

Wie kann ein Qualifier Contest in Zeiten der Covid-19 Pandemie über die Bühne gehen?

Vor dieser Fragestanden die Organisatoren noch vor einigen Monaten. Open Faces steht für perfektes Risikomanagement und hatfrüh damit begonnen, ein passendes und vor allem sicheres Konzept auszuarbeiten. Die bereits seit Jahren eingesetzten technischen Hilfsmittel spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Online-Riders Meeting und Drohnen-Facechecks bringen auch einige Vorteile

Die Drohnenbilder des Face waren auch in den vergangenen Jahren „Standard“. Diese werden heuer den Ridern erstmalig online zur Verfügung gestellt. So können die Rider zu Hause ihre „Lines“ perfekt im Vorfeld planen.

Last Minute Schneefälle und geänderte Bedingungen werden am Tag des Contests nochmals direkt am Hang gecheckt. Auch wenn kontaktloses Riders-Meeting überhaupt nicht dem Open Faces Spirit entspricht, wird es wohl in der kommenden Saison Mittel zum Zweck sein. Kein „meet & greet“, keine Wiedersehensfreude der so eng befreundeten Freeride-Szene – das ist natürlich für niemanden einfach. Vorteil dabei ist aber auch, dass den Ridern die Anreise am Vortag erspart bleibt. Ausschlaggebender Punkt für Planungssicherheit war final auch die Bestätigung der österreichischen Bundesregierung, dass die Open Faces Bewerbe in die Profisport Kategorie fallen und demnach auch im „worst case“, also in Lockdown-Zeiten, über die Bühne gehen können. Hoffen wir, dass es nicht dazu kommt, bleiben wir positiv aber vorsichtig.

Die Destinationen zeigen sich kooperativ und sind vom Sicherheitskonzept überzeugt

Open Faces erwähnt in einer Aussendung auch die großartige Zusammenarbeit mit den Partner-Destinationen.

„Schon in den letzten Jahren gab es eine enge und perfekte Kooperation untereinander, die sich nun in dieser schwierigen Zeit erneut gefestigt hat. Auf Basis der von der Bundesregierung zugesprochenen Berufssportlizenz herrscht nun zumindest auf sportlicher Ebene Planungssicherheit. Trotzdem wird jeder einzelne Stopp gemeinsam mit den Destinationspartnern im Detail anhand der aktuellen Situation besprochen und entschieden. Es geht hier ua. auch um die Frage, ob eine 100% gesetzeskonforme Abwicklung des jeweiligen Contests zu bewerkstelligen ist. Durch die sich ständig verändernden Auflagen und Verordnungen der Regierung ist diese Frage von Contest zu Contest neu zu evaluieren. Grundsätzlich hatten alle Destination an den Contests festgehalten und waren vom vorgelegten Konzept überzeugt“ erklärt OK Chef Mäx Löffler.

Die Open Faces Freeride Qualifier Series geht heuer in die 8. Saison und muss sich in Folge der Covid-19 Pandemie auf eine ganz spezielle Serie vorbereiten. Wer das Orga-Team der Open Faces Events kennt, weiß, dass diese Herausforderungen angenommen werden und so wird derzeit an einem variablen Konzept, das viele Wege der Umsetzbarkeit offen lässt, gearbeitet. Wie immer steht dabei die Sicherheit der Rider, Mitarbeiter und Gäste im Vordergrund und der Fokus liegt bei der internationalen Qualifier Serie seit jeher auf einem soliden Risikomanagment. Somit blickt man der neuen Saison positiv entgegen.

Verschiebung Kappl 3* + FJT 2* aus Sicherheitsgründen, Absage Alpbachtal und Montafon

Trotz aller Konzepte und Bemühungen mussten durch die aktuellen Verschärfungen der Covid-19 Maßnahmen, hier im Besonderen die weiteren Regulierungen der Beförderungskapazitäten für Bergbahnen, nun erste Entscheidungen gemeinsam mit den Destination getroffen werden. Der 3*FWQ + 2* FJT Stopp Kappl wurde aus Sicherheitsgründen frühzeitig verschoben. Hier hat man aufgrund der Exposition des Hanges viel Spielraum, um den Event ins Frühjahr zu schieben. Das Face im Alpbachtal lässt keine großen zeitlichen Verschiebungen zu und der 1* FWQ und 2* FJT Stopps musste leider daher 2021 abgesagt werden. Auch eines der Open Faces Highlights des Jahres – der 4* FWQ Montafon – musste aufgrund der derzeitigen Situation abgesagt werden. Dieses „Mega-Event“ kann schlicht ohne Planungssicherheit nicht umgesetzt werden. Das Commitment aller Destination zum Freeride-Sport ist ungebrochen und die Zusagen für nächstes Jahr bereits fixiert.

Die Open Faces Crew hofft nun auf eine rasche Beruhigung der allgemeinen Situation und auf die Möglichkeit, den Contest in Kappl und auch den lang geplanten Top Event – die „Gurgl Freeride Week“ umsetzen zu können. Wie immer bei Open Faces gilt auch hier die „safety first“ Prämisse und wird für die finale Entscheidung die Richtung vorgeben.

OPEN FACES FREERIDE SERIES 2021 – Start in Kappl

Open Faces Freeride Series
Die Sieger von Kappl 2020

Geplant ist, dass die Serie direkt nach den Weihnachtsfeiertagen mit einem absoluten Klassiker startet. Der 3* Freeride World Qualifier in Kappl bietet mit der berühmten Quellspitze ein bereits erprobtes World Tour Face und die optimale Bühne für den perfekten Saison Kick-Off. Am Programm steht außerdem der 2* Freeride Junior Tour Stopp. Wer die Geschichte und Bedingungen von Kappl – auch bekannt unter „Kapplaska“ – kennt, weiß, dass hier absolute Weltklasseleistungen und die „Crème de la Crème“ des internationalen Freeride Sports zu erwarten ist.

Open Faces Freeride Series
Hier gehts zu Sache!

Freeride Series 2012: zweiter Stop Alpachtal

Anfang Februar geht die Serie mit einem ebenso bereits bekannten Stopp weiter: Das wunderbare Alpbachtal bzw. das Skijuwel Alpbachtal Wildschönau lädt zum 1* World Qualifier und 2* Junior Tour Contest. Der weitläufige Hang des Wiedersbergerhorns ist geradezu perfekt für Einsteiger und Junioren und zeigte im Vorjahr, wie hoch das Level bei diesem „one-star“ Event sein kann. Einzigartig ist hier ebenso die Stimmung im
Zielgelände mit Livestream direkt an der Wiedersbergeralm. So hoffen die Veranstalter mit einem angepassten Konzept die Live Übertragung direkt am Fuße des Face umsetzen zu können.

Erster 4 Sterne Qualifier im Februar im Montafon

Ende Februar gibt es ein erstes Highlight der 2021 Serie: der 4* FWQ Silvretta Montafon ist einer der weltweit wichtigsten Qualifier Tour Stops. Auf der berühmt berüchtigten „Kleinen Heimspitze“ haben sich in den vergangenen Jahren Meilensteine des Freeride Sports manifestiert. Hier werden Vorentscheidungen um die raren Startplätze der Freeride World Tour getroffen und sportlich spektakuläre, noch nie gesehene „Lines“ gefahren.
Zuletzt 2020 die Premiere des „Canyon Gap“ des Franzosen Solan Dejouy. Wer diesen 15 m Sprung über eine Rinne versäumt hat, sollte sich das gleich jetzt nochmals ansehen.

Weiter gehts im März mit Gurgl

Nach einer kleinen Pause im März kommt im April dann die 2020 nicht zustande gekommene „Gurgl Freeride Week“! Mit gleich 3 Bewerben zeigt sich Gurgl erneut als das europäische Mekka des Freeride Sports. Gestartet wird am ersten Wochenende mit einem 1* Freeride World Qualifier und einem 2* Freeride Junior Tour Stop. Während der Woche wird ein abwechslungsreiches Programm von Filmvorführungen bis hin zu „Guided
Freeriding“ zum Thema Freeride-Sport geboten. Das „Grande Finale“ und absoluter Höhenpunkt der Saison, ist der 4* Freeride World Qualifier, bei dem traditionell die weltbesten Rider antreten und um den Sprung in
die World Tour fahren.

OPEN FACES FREERIDE SERIES 2021 – Alle Termine

Open Faces Freeride Series 2021

Freeride Feste für Zuschauer oder Livestream?

Wie kann ein „angepasstes“ Open Faces Konzept 2021 aussehen? Traditionell werden die Open Faces Events mit Public Area Bereichen und direkten Einsichten in die Faces inkl. LED Leinwänden, fetten Beats, Expos und Chill Out bespielt. Die Events sind bekannt für die unglaublich gute Stimmung vor Ort. Ob und in welcher Form sich diese Bespielungen umsetzen lassen, liegt an den behördlichen Einschränkungen zum Zeitpunkt der Contests. Open Faces hat den Standard der Livestreams aber bereits in den letzten Jahren auf ein extrem hohes Level gestellt und sieht einer hochwertigen Umsetzung positiv entgegen. „Crews und Rider können wir durch interne Maßnahmen optimal schützen. Einzig Reisebeschränkungen der Rider wären eine enorm hohe Hürde für die sonst aus aller Herren Länder anreisenden Sportler. Aber auch das sind lösbare Aufgaben.“, so OK-Chef
Markus Löffler. Die Open Faces Crew freut sich auf die neue Saison und blickt mit den gewohnt „positivenVibes“ auf die nächsten Monate. Weitere Infos zu den jeweiligen Events folgen in Kürze!

Mehr Bilder und Highlight Videos zur #openfacesfreeride Series sind auf den Social Media Kanälen und aufder Website www.openfaces.com zu finden.

 

Mal sehen, vielleicht schafft es ja mal wieder ein Deutscher, sich für die Königsklasse, die FWT zu qualifizieren so wie Elias Elhardt im letzten Jahr. Der Allgäuer bekam allerdings eine Wildcard für den Tourstop in Japan.

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