Innsbruck ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt unserer Szene und ein traditionsreicher Hot Spot. Wir nehmen euch mit auf einen Rundgang.

Bei der Suche nach den Hot Spots gibt es an Innsbruck kein Vorbeikommen, denn die bevölkerungsreichste Stadt Tirols wird nicht umsonst als ‚Hauptstadt der Alpen‘ bezeichnet. Mit der Nordkette vor der Haustüre und weiteren Gebieten in unmittelbarer Umgebung hat sich IBK als fester und wichtiger Bestandteil unserer Szene etabliert. Lasst uns einen Rundgang durch die Stadt, die Nordkette, Axamer Lizum, Kühtai und den Stubaier Gletscher machen!

Das Goldene Dachl | © Innsbruck
Das Goldene Dachl | © Innsbruck

Innsbruck versprüht durch seine Lage in direkter Nachbarschaft zu den Bergen und einer Vielzahl an Resorts in unmittelbarer Umgebung den Flair einer echten Mountain Town. Diesem Charme erliegen nicht nur viele österreichische Outdoor-Enthusiasten, auch aus den umliegenden Ländern gibt es viele, die ihren Studienort oder Arbeitsplatz nach Innsbruck verlegen. Bei dem vielfältigen Angebot, das einem hier in den Bergen geboten wird, kann es jedoch schon mal schwerfallen, sich in den Hörsaal oder ins Büro zu setzen statt in die Gondel zu steigen. Im Laufe der Jahre hat sich die Affinität zum Outdoor- und Wintersport in der DNA der Stadt festgesetzt und viele von denen, die des Sports wegen herkamen, sind geblieben. Sie haben sich hier ihr Leben eingerichtet und nicht wenige geben der Stadt wieder etwas zurück, indem sie Bars, Kneipen, Gastro-Betriebe oder Shops eröffnen und so dafür Sorge tragen, dass die Szene lebendig bleibt.

Ein Streifzug durch die Stadt

Wer zum ersten Mal nach Innsbruck kommt, der sollte sich die Zeit nehmen, die Altstadt per Fuß zu erkunden und sich durch die zahlreichen Gassen treiben zu lassen. Bei eurem Streifzug gibt es einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken, wie etwa den Dom St. Jakob, die Hofburg, die Hofkirche, den Stadtturm und natürlich das Goldene Dachl. Ihr könnt eure Schritte aber auch zum Landhausplatz lenken und dort, wenn das Wetter mitspielt, eine Skate-Session einlegen.

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Bricht der Abend herein, wird es Zeit, die Restaurant- und Bar-Landschaft genauer unter die Lupe zu nehmen. Damit ihr nicht Gefahr lauft, den Wald vor lauter Bäumen zu übersehen, haben wir einige Tipps für euch, die wir uns von den Innsbrucker Locals haben bestätigen lassen. Das „Woosabi“ vom Ästhetiker Jocki Köffler unweit des Goldenen Dachl bietet Asian Fusion mit europäischem Touch, auf der anderen Seite des Inns werdet ihr im „John Montagu“ mit Sandwiches versorgt, findet laut Insidern im „Destan“ den besten Kebap, im „Ristorante da Giovanni“ und in der „Pizzerei“ die besten Pizzas der Stadt. Wer’s dagegen eher traditionell mag, der wird im „Weissen Rössl“ fündig. Anschließend könnt ihr euch frisch gestärkt ins Nachtleben stürzen. Zum Einstieg könnt ihr euch im „Kater Noster“, „Jimmy’s“ oder „Moustache“ gemütlich an den Tresen stellen, bevor ihr euch eurem musikalischem Geschmack entsprechend den passenden Club in den Bögen aussucht.

Dieser Anblick hat schon so manchen in seinen Bann gezogen | © Innsbruck/Klaus Polzer
Dieser Anblick hat schon so manchen in seinen Bann gezogen | © Innsbruck/Klaus Polzer

Aber teilt eure Energie gut auf, denn schließlich gibt es mit der Nordkette, der Axamer Lizum, dem Kühtai und dem Stubaier Gletscher gleich vier Gebiete mit massivem Freestyle- und Freeride-Potenzial, die eure volle Aufmerksamkeit fordern!

Die Nordkette hat im Herzen der Innsbrucker einen ganz besonderen Platz. Kein Wunder, man bekommt schließlich nicht überall die Möglichkeit, im Stadtzentrum in die Gondel zu steigen und nach einer knappen halben Stunde im größten Naturparks Österreichs zu stehen! Mit der Hungerburgbahn gelangt ihr bis zur Talstation der Seegrubenbahn, die euch dann weiter auf 2.269 m befördert. Diese Anbindung an die Stadt ermöglicht es den Innsbruckern, einen spontanen Run am Vormittag gut in den Alltag zu integrieren, alleine werdet ihr hier selten sein. Neben dem spektakulären Ausblick, der sich euch hier oben bietet, wartet auf die versierten Freerider ein absolutes Highlight: Die Hafelekarrinne. Mit einem Gefälle bis zu 70 Prozent gehört sie zu den steilsten Variantenabfahrten Europas. Für die weniger Erfahrenen anderen gibt es weitere 9,2 Kilometer freigegebene Freeride-Routen. Wer sich am Nachmittag mit einem Drink zu einem gelungenen Tag belohnen möchte, ist in der „Cloud 9“ an der richtigen Stelle. In der Innen- und Außenbar mit einzigartigem Panorama-Ausblick wird man sich gut um euch kümmern.

Peter Walchhofer und der Grund, warum Innsbruck und die Nordkette so einen großen Reiz ausüben | © Innsbruck/Patrick Steiner
Peter Walchhofer und der Grund, warum Innsbruck und die Nordkette so einen großen Reiz ausüben | © Innsbruck/Patrick Steiner

Doch auch wem der Sinn mehr nach Freestyle steht, kommt auf der Gruabn auf seine Kosten. Denn der Nordkette Skylinepark wartet von Dezember bis April mit einem jiblastigen Setup auf euch: Quarterpipe, Spine Wallride, Industry Tubes und eine Vielzahl verschiedener Rails und Boxen sowie zwei Kicker sind dafür zuständig, die Innsbrucker Shredder bei Laune zu halten. Mit Erfolg!

  • Website: nordkette.com
  • Facebook: nordkette, nordketteskylinepark
  • Höhenlage: 1.800 – 2.300 Meter
  • Liftanlagen: 1 Gondel, 2 Sessellifte
  • Pisten: 15 km
  • Ticket 1 Tag: 36,50 Euro (Erw.) / 29,20 Euro (Jug.) / 32,90 Euro (Stud.) / 21,90 Euro (Kids)
  • Ticket 6 Tage: 164,30 Euro (Erw.) / 131,40 Euro (Jug.) / 147,80 Euro (Stud.) / 98,60 Euro (Kids)
  • Saison: 310,- Euro (Erw.) / 279,- Euro (Jug.) / 248,- Euro (Stud.) / 186,- Euro (Kids)
  • Verbünde: Freizeitticket Tirol, Snow Card Tirol, Olympiaworld Skipass

Die Axamer Lizum liegt nur knapp 20 Kilometer südlich von Tirols Hauptstadt entfernt. Mit 300 Hektar freiem Gelände, zahlreichen Nordhängen und einer aufgrund der Höhenlage des Gebietes großen Schneesicherheit, hat sich die Lizum ihren festen Platz in den Herzen der Freerider gesichert. Die fünf ausgewiesenen Skirouten können insgesamt 10.000 Höhenmeter für sich verbuchen – also jede Menge Platz zum Powdern! Sicherheit wird auch in der Axamer Lizum großgeschrieben. Aus diesem Grund gibt es im Tal und am Sonnenplateau Hoadl LVS-Checkpoints, an denen ihr das eigene Equipment und das eurer Crew überprüfen könnt, bevor ihr in den Tiefschnee abbiegt.

© Axamer Lizum/Fiona Stappmanns
© Axamer Lizum/Fiona Stappmanns

Auch die Infrastruktur weiß zu überzeugen: Im Winter verkehren täglich kostenlose Shuttle-Busse von und nach Innsbruck und auch die Mitfahrzentrale go-shred.com bietet regelmäßige Shuttles direkt vom Jimmy’s in der Innenstadt in die Lizum an. Der Golden Roofpark auf dem „weißen Dachl“ legt sich ebenfalls ins Zeug, um der Szene ein möglichst vielfältiges Angebot zu bieten. So wurde das Setup für den Winter 2018/19 in Zusammenarbeit mit QParks überarbeitet und neu bestückt, ein weiterer Beleg für den Anspruch des Resorts, nicht nur Aushängeschild im Großraum Innsbruck zu sein, sondern weit über die Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit zu sorgen.

Übersicht über den Roofpark | © Axamer Lizum
Übersicht über den Roofpark | © Axamer Lizum
  • Website: axamer-lizum.at
  • Facebook: axamerlizum, roofpark.axamerlizum
  • Höhenlage: 1.560 – 2.340 Meter
  • Liftanlagen: 1 Standseilbahn, 6 Sessellifte, 2 Schlepplifte
  • Pisten: 40 km
  • Ticket 1 Tag: 39,50 Euro (Erw.*) / 32,- Euro (Jug.** & Stud.) / 23,50 Euro (Kids***)
  • Ticket 6 Tage: 206,- Euro (Erw.) / 164,50 Euro (Jug. & Stud.) / 123,- Euro (Kids)
  • Verbünde: Freizeitticket Tirol, Snow Card Tirol, Olympia World Skipass, Axamer Lizum und Muttereralm

* 1999-1955 / **2002-2000 / ***2012-2003

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Im schneeverwöhnten Kühtai – Österreichs höchstgelegenem Skiort auf 2.020 Metern – könnt ihr den Winter sportlich und aktiv erleben. Aufgrund seiner exponierten Lage und der Nähe zu Innsbruck, steht das Kühtai ebenfalls auf der ständigen Checkliste aller Powder-Hungrigen aus der Umgebung. Das gesamte Gebiet liegt oberhalb der Waldgrenze und so stehen euch insgesamt 400 Hektar zur Verfügung. Doch gerade aufgrund dieser ausgesetzten Lage braucht es eure volle Konzentration, wenn ihr euch ins Gelände aufmacht. Niemals ohne Sinn und Verstand in die Hänge fahren, niemals ohne Equipment und am besten in euer Crew, in der ihr euch aufeinander verlassen könnt. Für den letzten Test vor Ort steht euch an der Kaiser-Bahn-Bergstation ein LVS-Checkpoint zur Verfügung. Dort befindet sich auch der Ausgangspunkt der einzigen ausgewiesenen Variante. Insgesamt lassen sich hier verschiedenste Lines finden, je nach Vorliebe mit Cliff-Drops oder Wechten gespickt. An die großen Lines kommt ihr jedoch ohne längere Hikes nicht ran.

400 Hektar zum Freeriden und den KPark für Freestyle-Snowboarden jeglicher Spielart machen Kühtai zum echten Hot Spot | © GOT IT!
400 Hektar zum Freeriden und den KPark für Freestyle-Snowboarden jeglicher Spielart machen Kühtai zum echten Hot Spot | © GOT IT!

Auf der anderen Seite des Gebietes befindet sich der zweite Grund für die Beliebtheit des Kühtai: Der KPark. Hier steht eine der beiden einzigen Superpipes in Österreich, Deutschland und Italien. Auf Wunsch vieler Fahrer wurde die FreeStyle-Area zur WiesBergBahn verlegt. Ein besserer Neigungswinkel des Geländes verbessert die Zugänglichkeit der Lines erheblich. Am Grundkonzept des Parks hält man auch in diesem Winter fest: Es gibt vier Areas mit je unterschiedlichen Ausrichtungen und Könnensstufen. Die FreeStyle-Area verfügt über eine Fun-Line, Jib-Line sowie eine Kicker-Line. Die zweite Area wird von der SuperPipe in Besitz genommen, die dritte Area von der SnowCross-Strecke und die vierte vom KidsPark.

  • Website: kuehtai.info
  • Facebook: kuehtai, KParkPage
  • Höhenlage: 2.020 – 2.500 Meter
  • Liftanlagen: 1 Gondel, 5 Sessellifte, 5 Schlepplifte
  • Pisten: 46 km
  • Ticket 1 Tag: 40,- Euro (Erw.) / 30,- Euro (Jug.*) / 20,- Euro (Kids**)
  • Ticket 6 Tage: 210,- Euro (Erw.) / 158,- Euro (Jug.) / 105,- Euro (Kids)
  • Verbünde: Olympia World Skipass, Freizeitticket Tirol, Snow Card Tirol, Ötztal Superskipass

* 1999-2002 / **2003-2012

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Der DC Stubai Zoo braucht keine Vorstellung mehr, denn dank Events wie der alljährlichen Stubai Premiere, bei der sich unsere Szene gemeinsam auf die Saison einstimmt oder den Prime Park Sessions, bei denen die Pros aus der ganzen Welt ins Stubaital gereist kommen, um ihre Tricks zu perfektionieren und neue auszuprobieren, ist der Park am Gaisskarferner weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Freestyle- und Freeride-Paradies in einem: Der Stubaier Gletscher | © André Schönherr
Freestyle- und Freeride-Paradies in einem: Der Stubaier Gletscher | © André Schönherr

Doch der Stubaier Gletscher hat mehr zu bieten! Im Powder Departement kommen wie der Name schon verspricht, auch Tiefschnee-Jünger voll auf ihre Kosten. In Österreichs größtem Gletscherskigebiet beginnt die Freeridesaison früher und dauert länger. Powder Department heißt dort der Treffpunkt für alle Freeridefans. Um euch mit möglichst vielen Informationen zu versorgen, die in erster Linie eurer Sicherheit, in zweiter aber auch der Spaß-Maximierung dienen, könnt ihr euch die GPS-Tracks samt Beschreibung der immerhin 13 Freeride-Varianten direkt aufs Mobiltelefon laden.

Zu den Prime Park Sessions versammelt sich die internationale Slopestyle-Elite zum Training | © Pally Learmond
Zu den Prime Park Sessions versammelt sich die internationale Slopestyle-Elite zum Training | © Pally Learmond

Die Varianten sind vielseitig, lassen jede Art von Freeriden und Backcountry-Freestyle zu. Der Großteil ist als „schwer“ eingestuft, also überschätzt euer Können bei der Wahl zwischen L’Ultimo, Hard Rock, Cannonball, The Wall und den anderen nicht. Aber vor allem: Habt Spaß!

* bis 65 Jahre / ** 15 bis 18 Jahre / *** 10 bis 14 Jahre

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