Beim letzten Choice Split & Freeride-Camp in dieser Saison ging’s ins Zillertal. Geheimtipp-Lines und Bluebird, was soll da noch schiefgehen?

Was für ein Saisonfinale! Pünktlich zum letzten Choice Split & Freeride Camp am 07. bis 09. April hatte es nochmal geschneit und das gesamte Zillertal freute sich über perfekte Bedingungen in höheren Lagen. Eine kleine Gruppe fortgeschrittener Splitboarder feierte den Saisonabschluss bei strahlendem Sonnenschein mit First Tracks, guter Laune und einem hammer Wochenende im House 4 Elements am Stummerberg.

Das Zillertal ist beliebt und viele Abfahrten bekannt. Doch es gibt noch immer genügend Geheim-Tipps, um auch noch im April solche Lines zu finden | © The Choice/Fiona Stappmanns
Das Zillertal ist beliebt und viele Abfahrten bekannt. Doch es gibt noch immer genügend Geheim-Tipps, um auch noch im April solche Lines zu finden | © The Choice/Fiona Stappmanns

Auch wenn das Zillertal offensichtlich zu der bekanntesten und beliebtesten Tälern der Europäischen Alpen zählt, so hat es auch im April noch jede Menge Touring-Möglichkeiten und erstklassige Abfahrten in unverspurtem Powder fernab von Trubel und Massentourismus zu bieten, wenn man weiß, wo diese zu finden sind.

Das "House 4 Elements" auf 800 Metern war die Homebase beim letzten Choice Split & Freeride Camp 2017 | © The Choice/Fiona Stappmanns
Das „House 4 Elements“ auf 800 Metern war die Homebase beim letzten Choice Split & Freeride Camp 2017 | © The Choice/Fiona Stappmanns

Das House 4 Elements ist ein uriges Bauernhaus auf 800 Metern Seehöhe auf der Sonnenseite oberhalb von Stumm im Zillertal gelegen und war die gemütliche Unterkunft einer kleinen Gruppe motivierter und fortgeschrittener Splitboarder beim letzten Choice Split & Freeride Camp 2017. Pünktlich zum Sonnenuntergang trafen sich alle am Freitagabend mit Wirtin Pavlina Mikolaskova zum Feierabendbier. Nach dem Abendessen folgte wie immer die Materialvergabe und ein tschechischer Verdauungsschnaps, der allen schließlich dann auch die nötige Bettschwere verpasste.

Bei dem Wetter ist das frühe Aufstehen schnell wieder vergessen | © The Choice/Fiona Stappmanns
Bei dem Wetter ist das frühe Aufstehen schnell wieder vergessen | © The Choice/Fiona Stappmanns

Am Samstagmorgen klingelte der Wecker zu einer unchristlichen Zeit. Bekanntlich muss man beim Frühjahrstouren sehr früh aus den Federn, um den besten Schnee zu erwischen. Der erste Blick aus dem Fenster machte das frühe Aufstehen dann aber schnell einfacher. Am strahlend blauen Himmel war über dem gesamten Zillertal keine einzige Wolke zu sehen und die Sonne lugte schon über die Bergspitzen. Nach dem Frühstück machte sich die Gruppe auf nach Hochfügen, wo sie an der Talstation ihren Bergführer Manfred Brandacher traf. Mit dem 8er Jet Hochfügen und Sessellift Waidoffen ging es zum höchstmöglichen Punkt auf 2.313 Metern. Vom Ausstieg des Sesselliftes ging es weiter in den freien alpinen Raum. Eine unverspurte und sehr schöne Abfahrt zur Nurpensalm zauberte allen schon am frühen Morgen ein breites Grinsen ins Gesicht. Von hier aus fellte die Gruppe auf und startete mit den Splitboards durch eine atemberaubende Landschaft in Richtung Roßkopf. 700 Höhenmeter später erreichten alle etwas verschwitzt aber glücklich den Gipfel auf 2.576 Metern. Die Sonne brannte nun richtig vom Himmel. Am Gipfel gab es zur Belohnung etwas Abkühlung und perfekte Fernsicht. Es folgte eine fast 900 Höhenmeter lange Abfahrt über die Pfundsalm zurück ins Gebiet. Alle freuten sich über unverspurte Hänge mit mit perfektem Schnee im oberen Bereich. Auch das bisschen Fußmarsch über die Rodelbahn konnte die gute Stimmung schließlich nicht mehr trüben.

Zurück im House 4 Elements, war der Grill schon angeschmissen und Pavlina war fleißig dabei, das Abendessen vorzubereiten. Jeder hatte noch die Gelegenheit, kurz in der Hängematte oder auf einer der gemütlichen Chill Couchen auf der Terasse zu entspannen. Barfuß und in T-shirts fielen alle dann mit dem Startschuss über das große BBQ her. Bis sich die Sonne über den Bergspitzen verabschiedete, verließ niemand die gemütliche Terrasse. Mit der Sonne waren dann aber auch die Splitboarder ziemlich schnell in ihren Betten verschwunden, denn auch am Sonntag stand der Gruppe ein langer Tag am Berg bevor.

Diesmal war der Hohe Riffler in den Zillertaler Alpen das Ziel der Expedition. Gemeinsam mit dem Bergführer Christoph Garber ging es zunächst mit der Gondel bis zum höchstmöglichen Zustiegspunkt in die Mulde unterhalb der gefrorenen Wand Spitzen. Nun wurden die Splitboards auf Walking-Modus umgebaut und es ging bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen gut gelaunt über schönes, kupiertes Gelände bis zum Quergang der oberen schwarzen Platte in Richtung Schwarzbrunner Kees. Nach einer etwas anstrengenderen und steileren Passage freuten sich alle über die letzten Meter mit moderater Steigung über das Federbettkees und bis zum Gipfel des Hohen Rifflers auf 3.231 Metern Seehöhe. Nach knapp 700 Höhenmetern Aufstieg war man dann doch ganz glücklich, am Gipfel eine kleine Mittagspause einzulegen und das beeindruckende Panorama der Zillertaler Alpen in Ruhe zu genießen.

Mehr weiß-blaue-Perfektion geht ja gar nicht in einem Foto | © The Choice/Fiona Stappmanns
Mehr weiß-blaue-Perfektion geht ja gar nicht in einem Foto | © The Choice/Fiona Stappmanns

Nach der Pause und dem Umbau der Splitboards war die Gruppe bereit für eine lange und schöne Abfahrt durch verspieltes Terrain bis hinunter in die Kleegrube. Sonnengebräunt und zufrieden erreichte die Gruppe wieder die Skipiste zwischen Spannagelhaus und Sommerbergalm. Zurück im Haus war noch etwas Zeit, den tollen Tag mit einem frischen Kaffee in der Sonne Revue passieren zu lassen. Dann hieß es Abschied nehmen! Von einem tollen Tourenwochenende unter Freunden und von einer super Splitboard-Saison in den Tiroler Bergen! Ein besonderer Dank gilt dabei den Bergführern Manfred Brandacher und Christoph Graber für die erstklassige Tourenauswahl und Führung, sowie Pavlina für die liebevolle Bewirtung in ihrem einzigartigen Mountain Hostel.

Jetzt heißt es Split- gegen Surfboard eintauschen und ab in die Sommerpause bis zum nächsten Winter | © The Choice/Fiona Stappmanns
Jetzt heißt es Split- gegen Surfboard eintauschen und ab in die Sommerpause bis zum nächsten Winter | © The Choice/Fiona Stappmanns

Das war’s für die Choice Split & Freeride-Camps in diesem Winter, doch in wenigen Monaten geht es schon mit der neuen Saison weiter!

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Text: The Choice

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