Absolut Isolation – eine Spring-Session im Absolut Park mit Dominik Wagner, Eero Ettala, Toni Kerkelä, Simon Gschaider, Marc Swoboda, Max Zebe, Basti Rittig, den beiden Filmern Alex Pfeffer und Marc Schumy und dem Foto-G Markus Rohrbacher.

Absolut Isolation – Die Idee

Die Idee zu dieser Session, an deren Ende ein eigener Film stehen sollte, kam von Dominik Wagner. Der Absolut Park-Local, der vor wenigen Tagen gerade die magische Altersgrenze überschritten hat und jetzt offiziell auf Ü30-Partys gehen darf, hatte es sich in den Kopf gesetzt, seine beiden Leidenschaften – Skaten und Snowboarden – auf eine neue Art zusammenzubringen. Dominik verbringt eine Menge Zeit beim Skaten und holt sich von dort Inspiration für sein eigenes Riding. So verwundert es nicht, dass seine Vorstellungen, wie ein Movie aussehen soll, stark von Skate-Filmen beeinfl usst sind. Da trifft es sich bestens, dass sein guter Freund Alex Pfeffer selbst vom Skateboard-Filmen kommt, außerdem ein guter Snowboarder ist und daher ideal geeignet, den Vibe dieser Session in bewegten Bildern einzufangen.

Dominik Wagner | © Markus Rohrbacher
Dominik Wagner | © Markus Rohrbacher

„Dom hat sehr gute Kontakte zum Absolut Park und Teil der Idee war, jedes Park-Feature, das wir fahren wollten, kreativ umzugestalten oder sogar komplett auseinanderzunehmen und neu zusammenzusetzen. So etwas ist nur möglich, wenn man eng mit den Leuten vom Park zusammenarbeiten kann. Und das hat in diesem Fall bestens funktioniert“, erinnert sich Alex ans vergangene Frühjahr. Für Dominik kam es bei der Umsetzung des Projekts vor allem darauf an, dass nichts erzwungen wurde. Go with the flow – so lässt sich der Ansatz gut beschreiben, denn nicht einmal das Setup war im Vorfeld geplant. Durch den Zeitpunkt am Ende der Saison musste man sowieso schauen, was von den Features des Parks noch übrig war und wie man daraus mit möglichst geringem Aufwand das Beste herausholen konnte. „Unser Ziel war es nicht, große Mengen an Schnee für ein High-end-Obstacle zusammenzuschieben, sondern die vielen Möglichkeiten im Absolut Park zu nutzen und mit so wenig Aufwand wie möglich zu gestalten. Ähnlich wie bei einem realen Street-Spot“, so Dominik selbst über die Session.

Meet the crew

Damit dieses Projekt funktionieren konnte, brauchte es natürlich auch die entsprechende Crew. Möglichst vielfältig, was die verschiedenen Styles betraf, aber vor allem sollten die Leute so drauf sein, dass sie gut miteinander auskommen würden. Denn der Name „Absolut Isolation“ war ja kein Fantasie-Titel, sondern bezog sich auf die tatsächliche Isolierung der Crew vom Rest der Welt. Für die gesamte Woche waren sie im Sun House untergebracht, einer Schutzhütte, die direkt an der Mittelstation in Flachauwinkl zwischen Sunshine und Family Shuttle liegt. Zu Beginn der Woche musste das gesamte Equipment und die Verpflegung für eine Woche mit dem Lift nach oben transportiert werden.

Damit da kein Lagerkoller entsteht, braucht es schon die richtigen Leute. „Die Crew war einfach top!“ Marc Swoboda ist immer noch begeistert. „Wenn du mit Fahrern wie Eero, der über enorme Erfahrung vergfügt, Toni Kerkelä, der voll am Zahn der Zeit ist, und crazy Young Guns wie Simon ‚Simiboy’ Gschaider und Max Zebe fahren gehst, kann nichts schiefgehen! Wenn die persönliche Connection passt, fördert das die Kreativität ungemein.“

Get it done

Bei allem Freestyle, was die Umsetzung der Features betraf, brauchte es dennoch einen ungefähren Plan. „Wir hatten uns einen groben Plan zurechtgelegt. Ich bin schon ein paar Tage früher angereist und habe mir zusammen mit Dom die verschiedenen Möglichkeiten angeschaut“, erzählt Alex. „Außerdem mussten wir ja den Shapern Bescheid geben, was wir am nächsten Tag geplant hatten, damit die dann den Park über Nacht entsprechend umbauen konnten.“ Auch Marc könnte nicht mehr gestoked über den Verlauf der Session sein: „Ich bin schon seit Jahren Teamrider vom Absolut Park und dementsprechend oft hier. Daher kenne ich viele Locals und  einmal die Chance zu bekommen, alles zu drehen und zu wenden, wie wir es wollten. Unserer Kreativität wurden keine Grenzen gesetzt, was sicher ein wichtiger Grund dafür war, dass alles so perfekt zusammengepasst hat!“

Die längste Anreise hatten mit Abstand Eero Ettala und Toni Kerkelä. Die beiden Skandis flogen für die Session extra aus dem hohen Norden ein. Eero kennt sich im Absolut Park bestens aus, doch für Toni, den wir eben erst im neuen Movie der Pirate Movie Production „As the crow flies“ gesehen haben, war es der erste Besuch in Flachauwinkl: „Der Park ist echt super lang! Außerdem gibt’s eine Menge kleine Sidehits auf dem Weg nach unten, was mir persönlich extrem taugt. Am meisten mochte ich jedoch die Jib Line am Ende, die sich wie ein kleiner Skatepark fährt. Sie sollten da noch einen Seilschlepper aufbauen, damit man diesen Part noch öfter lappen kann!“

Marc Swoboda nimmt sein Brett auseinander und Eero Ettala macht die lange Anreise mit so viel Spaß wie möglich wieder wett | © Markus Rohrbacher
Marc Swoboda nimmt sein Brett auseinander und Eero Ettala macht die lange Anreise mit so viel Spaß wie möglich wieder wett | © Markus Rohrbacher

Und sein Fazit der Woche? „Wir machten es genau so wie wir es auf der Straße machen würden. Jeder war damit beschäftigt, seine Lieblings-Spots zu finden und shapte sie ganz nach seinen Vorstellungen. Dann hielten wir einfach die Kamera drauf. Die Tage waren lang, aber verdammt gut! Nur eine Sache hat gesuckt: Ich konnte kein einziges Tischtennis-Match gegen Eero gewinnen, der ist einfach zu gut…“

What’s left?

Es ist gut zu sehen, dass solche individuellen Projekte Erfolg haben können und auch die Unterstützung erfahren, die sie benötigen, in diesem Fall eben vom Absolut Park. Es wäre doch verdammt schade, wenn sich Parkfahren nur auf Slopestyle-Runs beschränken müsste und kein Raum mehr da wäre für Features, die ein wenig aus der Reihe tanzen, aber sowohl für Fahrer als auch Zuschauer eine Menge Spaß bedeuten! Gerade für das Frühjahr wünschen wir uns mehr solcher Projekte, die dann auch vielleicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, denn nach einem kalten Winter gibt es doch nichts Geileres, als in der Frühlingssonne mit den Buddys durch den Slush zu fetzen, oder?

Realness statt Inszenierung, das war es, worauf es Dominik Wagner besonders ankam. Und wer sich „Absolut Isolation“ angeschaut hat, kann ihm dabei nur zustimmen. Es braucht nicht immer die krassesten Features und wahnwitzigsten Spots, manchmal ist weniger defi nitiv mehr. Den Vibe vom Street Snowboarding mit in den Park nehmen und eine Woche lang mit einer guten Crew die Frühlings-Temperaturen in Flachauwinkl genießen. Purer Stoke!