Dennis Ranalter und Max Glatzl kennen sich aus frühster Kindheit und obwohl sie in einem sehr ähnlichen Setting groß geworden sind, ist einer auf die schiefe Bahn geraten.

Achtung: Full Movie „Up to no Good“ am Ende des Interviews!

Warum genau sich Dennis aka D-Ran für die unstylischen Pommes entschieden hat, ist nicht genau überliefert, es gibt jedoch kompromittierendes Videomaterial, welches Dennis auf dem Snowboard zeigt und es überrascht uns wenig, dass ein Mann mit seinem Bewegungstalent sich auch auf dem Snowboard hervorragend zurecht findet. Was uns aber überrascht: dass er trotz nachgewiesenem Snowboardtalent auch in der zweiten Episode von “ Up to no good“ schon wieder auf diesen öden Latten steht. Und das obwohl ihm Max Glatzl die ganze Zeit vorlebt, wie viel geiler Snowboarden ist. So, Hatemode off: Dennis und Max haben eine beachtliche Entwicklung gezeigt: dieser Film ist musikalisch wertwoll, verfügt über eine B-Roll die über Close-Up Shots von Skibrillen hinaus geht und uns einen schönen Eindruck über die bereisten Länder verleiht und die Cinematographie ist um Meilen besser als in ihrem ersten Film. Den beiden ist ein wirklich sehenswerter Streifen gelungen, der über stumpfes Trickgeballer hinaus geht. Wir haben die beiden zum Interview gebeten und einen Blick hinter die Kulissen geworfen.

 

Ihr geht mit eurem Projekt „Up to no Good“ in die zweite Runde. Bleibt ihr diesem Titel treu? 

Auf jeden Fall! Der Titel bedeutet, dass wir einfach immer probieren Spaß zu haben und zugleich Blödsinn machen. So wie wir es aus Kindheitstagen gewöhnt sind !

 

Wer von euch beiden hat eigentlich mehr Unfug im Kopf? 

[lacht] Ich glaub wir haben beide gleich viel Unfug im Kopf – nur jeder auf seine eigene Art und Weise 😉

 

Dennis ist aus dem Stubaital, Max ist Innsbrucker. Woher kennt ihr euch? 

Das ist echt eine lustige Geschichte. Meine Mum hatte mal einen Freund der im Stubaital lebte. Lois, der Freund, war zu der Zeit Shopleiter vom SSA – ein Snowboard- und Skishop im Tal – und dadurch war ich öfter mit meiner Mum im Shop am Start. Die hatten dort einen mega geilen neuen Fingerskatepark bei dem ich dann am „Abskaten“ war [lacht]. Dennis war auch immer dort und hat sicke Grinds und Slides gemacht. Das war die Stunde bei der Dennis und ich uns kennenlernten. Seitdem teilen wir die gemeinsame Liebe fürs Shredden!

Up to no good Dennis Ranalter

Wir kamen bereits in den Genuss, D-Ran auf dem Snowboard zu sehen. Wann sehen wir Max Glatzl auf den Skiern?

Mein letztes Comeback war vor 3 Jahren auf der Nordkette und kommenden Spring wird es wieder dazu kommen! Ich will unbedingt noch einen Backflip auf Skiern machen [lacht].

Up to no good Max Glatzl
Irgendwo in Japan – Foto: Alex Gernhauser

Fährst du genauso gut Ski, wie Dennis boardet? 

Auf keinen Fall! Dran fährt echt sick Snowboard – proper Methods, steezy Fs Boards und generell einfach eine gute Boardcontrol. Da kann ich nie mithalten.

Der Hate zwischen Skifahrern und Snowboardern ist real. Aus welcher Richtung kommt eigentlich mehr Hass: von den Skiiern oder den Snowboardern? 

Ich muss ehrlich sagen, dass der Hate meiner Meinung nach sehr nachgelassen hat im Vergleich zu jüngeren Jahr wie ich mit dem Shredden so richtig angefangen habe. Aber ich würd sagen, dass die Skifahrer viel entgegenkommender gegenüber den Snowboardern sind als umgekehrt. Ehrlich gesagt sehr schade aber ich finde, dass es von beiden Seiten immer besser wird!

Dennis und Max Up to no good
Earn your Turns: Max und Dennis auf der Suche nach der perfekten Line – Foto: Alex Gernhauser

Eigentlich sollte man meinen, dass sich eine Symbiose aus Ski und Snowboard in einem Video besonders gut verkaufen sollte, weil man ja in beide Medienlandschaften eindringen kann. Wie sieht es in der Wirklichkeit aus? 

 

Ich denke, dass unsere Projekte in beiden Sparten sehr gut ankommen und es die Leute auch cool finden. Es gibt noch nicht wirklich viele die das Gleiche tun wie wir und dadurch profitieren wir noch mehr. Allerdings ist es  auch schwierig, dass unser Content von beiden Seiten gleich gepusht wird. Leider wollen manche Snowboard-Plattformen unsere Clips nicht in ihr Programm mit aufnehmen. Von Seiten der Skifahrer ist es da ehrlich gesagt leichter. Wir hatten gerade eine 24 Stunden Premiere von unserem neuen Movie auf „New Schoolers“ – eine der größten Sharing Plattformen in der Skiszene und da war es kein Stress, dass ich als Snowboarder mit drin war.

 

Ihr wohnt mittlerweile zusammen in Innsbruck. Wie sehr zerrt es an den Nerven und an der Freundschaft wenn man mit dem Menschen, den man sowieso schon den ganzen Tag sieht, auch noch ein Filmprojekt macht? 

Ehrlich gesagt gar nicht! Der Dennis und ich verstehen uns so gut, dass uns das nicht wirklich was ausmacht. Natürlich gibt es hier und da mal eine Unstimmigkeit aber im Großen und Ganzen harmonieren wir da einfach super!

Dran hat sich in der Szene nicht nur einen Namen als Skifahrer gemacht, er ist auch der momentan der vielleicht beliebteste Followcam Filmer Europas. In eurem letzten Film habt ihr euch auf Follows beschränkt, wir haben gehört dieses Jahr habt ihr das Repertoire erweitert. Warum? 

Im ersten Movie waren es wirklich nur  Gopro Clips und Follows  – was auch wirklich cool war! Aber wir wollten uns einfach eine Stufe weiterentwickeln und unser Game noch mehr upsteppen. Wir haben uns die Gh5 Cam ins Boot geholt um noch mehr Vielfalt in die Projekte reinzubringen und einen gewissen Stil zu fahren.

 

Was sind die Pläne für diesen Winter? 

Wir haben für diesen Winter wieder ein neues Projekt geplant – all zu viel können wir leider nicht verraten aber der Hauptfokus wird wieder auf Shredden und Fun gelegt. Der Rest kommt dann eh von selbst!

 

Hier gibts den Full Movie „UP to no Good“:

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