Um uns selbst ein Bild von der Prizm-Technologie zu machen, hat uns Oakley nach Morzine eingeladen. Zeit für ein wenig Tech-Talk!

Messen sind gut und schön, aber damit man sich wirklich ein Bild von einem neuen Produkt oder Technologie machen kann, muss man sie zum Testen in den Schnee mitnehmen. Das sieht man bei Oakley genauso und aus diesem Grund wurden wir nach Morzine eingeladen, um uns selbst ein Bild der Highlights der kommenden Saison zu machen. Nach einem ausgiebigen Test auf dem Berg haben wir uns mit Malin Eriksson zusammengesetzt, damit sie uns mehr Details über die Prizm-Technologie, Prizm React und die neue Prizm Persimmon-Scheibe verrät.

Happy Crew in Morzine | © Oakley/Danny Burrows
Happy Crew in Morzine | © Oakley/Danny Burrows

Malin, wie lange arbeitest du schon bei Oakley und was genau ist dein Aufgabenbereich?
Ich bin jetzt zwei Jahre bei Oakley. Mein Job ist es, die Menschen da draußen über unsere Produkte zu informieren, ihnen die Technologien näherzubringen und zu erklären. Ich bin Teil des sogenannten „Sellout-Teams“, das sich um Events, Shop-Aktivierungen und Ähnliches kümmert. Ich arbeite also sehr eng mit den Produkten, Entwicklern, aber auch den Shops und Verkäufern zusammen. Im Prinzip gehört alles außer Sales zu meinem Aufgabenbereich.

Malin Eriksson | © Oakley/Danny Burrows
Malin Eriksson | © Oakley/Danny Burrows

Hast du einen Ingenieurs-Hintergrund, wenn du dich so im Detail mit den Technologien auseinandersetzt?
Nein, ich komme aus dem Abfahrtsrennen. Während meiner Schulzeit und auch während der Uni bin ich Abfahrtsrennen gefahren, darunter auch vier Jahre in den USA. Ich habe schon immer Oakley-Produkte benutzt und war ein Fan des Brands. Ich wusste sehr genau, was ich von den Produkten erwarte, was sie mir bieten sollen und aus diesem Interesse am Produkt ist dann das Interesse an der Firma entstanden, was mich letzten Endes zu meinem Job gebracht hat.

Business as usual: Malin erklärt die Neuigkeiten von Oakley | © Oakley/Danny Burrows
Business as usual: Malin erklärt die Neuigkeiten von Oakley | © Oakley/Danny Burrows

Die Prizm-Technologie ist eines eurer größten Highlights. Erklär doch bitte einmal, was es damit auf sich hat.
Einfach ausgedrückt, ist Prizm eine Art der Lichtfilterung und Erzeugung von Kontrasten. Unser Ziel war es, im Schnee für bestmögliche Kontraste zu sorgen, denn wenn du diese nicht siehst, verlierst du an Selbstvertrauen beim Fahren. Wir wollen den Sportlern dieses Selbstvertrauen geben, indem wir ihnen ein Produkt an die Hand geben, das Kontraste erzeugt, Unebenheiten im Gelände sichtbar macht und sie somit dazu befähigt, entsprechend zu reagieren. Deshalb bieten wir eine Reihe verschiedener Prizm-Gläser an. Denn unterschiedliche Wetterbedingungen lassen uns entsprechend unterschiedliche Farben sehen.

Herkömmliches Glas vs. Prizm | © Oakley
Herkömmliches Glas vs. Prizm | © Oakley

Wir haben uns darauf konzentriert herauszufinden, welche Farben bei welchen Bedingungen für das Auge von Interesse sind und verstärken diese. Die Farben, die weniger interessant sind oder sogar stören, filtern wir heraus. Wenn wir den Schnee als Umgebung nehmen, haben wir eine besondere Situation, denn hier herrscht Weiß vor. Und Weiß reflektiert alles. Bei unseren Schnee-Gläsern lassen wir nur die Farben und das Licht hindurch, auf die das Auge sensibel reagiert und filtern den gesamten Rest heraus. Somit erzeugen wir Kontrast.

Die Persimmon-Scheibe gehört ebenfalls in die Prizm-Familie, ist aber ein besonderes Glas. Warum?
Bisher hatten wir für die Tage mit besonders flachem Licht und schlechten Bedingungen das Hi Pink- und Rose-Glas. Das Rose-Glas ist ein wenig dunkler und hat im Gegensatz zum Hi Pink keine Verspiegelung. Bevor wir die Prizm-Technologie entwickelten, hatten wir bereits ein Persimmon-Glas im Angebot, das damals den höchsten Standards für Kontrastschärfe entsprach, und wir hatten ein High Yellow-Glas, das besonders hell war. Sobald du ein gelbes Glas vor deine Augen hältst, öffnen sich deine Pupillen und alles wird heller. Jedoch ohne eine Erhöhung des Kontrastes. Was wir also jetzt gemacht haben, ist, dass wir die rötliche Tönung des Hi Pink- und Rose-Glases mit der gelben Tönung des Persimmon-Glases kombiniert haben. So entsteht eine orangefarbene Tönung, die – wie wir herausgefunden haben – von vielen Menschen immer noch bevorzugt wird, wenn die Bedingungen schlecht sind.

Eine Persimmon-Scheibe für die A-Frame Goggle | © Oakley
Eine Persimmon-Scheibe für die A-Frame Goggle | © Oakley

Persimmon ist unsere neue Low-Light-Scheibe ohne Verspiegelung und am besten für Flutlichtfahren und wirklich schlechte Bedingungen geeignet. Warum wir der Persimmon-Scheibe keine Verspiegelung gegeben haben, hat seinen Grund. Sobald Licht von oben auf ein verspiegeltes Glas fällt, entstehen Reflektionen. Und die sind bei Flutlicht extrem störend. Ich persönlich empfehle die Persimmon-Scheibe für Whiteout-Bedingungen. Wenn du auf dem Berg bist, nicht in den Bäumen, benötigst du ein Glas, das so viel Kontrast wie möglich erzeugt. Genau dafür ist Persimmon gedacht.

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