Mark McMorris ist einer der momentan erfolgreichsten Contest-Snowboarder. Powder- und Parklandungen sind zwei verschiedene Paar Schuhe, doch wie ihr in unserem Trick of the week seht, hat er seinen Double Cork erfolgreich ins Backcountry übertragen.

XGames, die Olympischen Spiele, Dew Tour, Burton US Open… nicht einmal eine gebrochene Rippe wie in Sotschi hält Mark davon ab, an den Start zu gehen. Außerhalb des Parks war er bisher noch nicht oft unterwegs und bei seinem ersten Auftritt bei Travis Rice „Supernatural” in Nelson, British Columbia, hat er einiges einstecken müssen. Powder- und Parklandungen sind zwei sehr verschiedene Dinge, doch mittlerweile hat er bewiesen, dass er auch damit zurechtkommt und hat sein Riding weiter in Richtung Backcountry geöffnet.

Ein Double Cork ist kein Trick, den man mal nebenher lernt. Doch Snowboarden besteht eben nicht nur aus einfachen Tricks, die man schnell lernen und nachmachen kann, sondern auch aus viel Übung, Mut und Überwindung und einigen Tricks, die nicht jeder kann. Dafür ist die Faszination umso größer. Und manchmal macht es auch Spaß, sich etwas anzuschauen und versuchen nachzuvollziehen. Auch wenn man weiß, dass die Chance sehr gering ist, selbst einmal solch einen Trick landen zu können.

Eine vollständige Trickerklärung macht an dieser Stelle wenig Sinn, doch zum besseren Verständnis für diesen Trick verrät euch Mark, wie er an ihn herangeht.  Er macht zunächst einen Backside 540°, während dem er die Landung einsehen kann und danach einen Cab 540°. So behält er den Überblick darüber, ob er die Geschwindigkeit des Spins beibehalten, erhöhen oder versuchen abzubremsen muss. Die Geschwindigkeit einzuschätzen ist der schwierigste Teil, besonders beim First Try auf einem neuen Kicker.

Mark McMorris – In Motion

Mit seinem eigenen Filmprojekt „In Motion“, das im vergangenen Herbst angelaufen ist und auf iTunes erhältlich ist, hat er die immer wieder aufkehrende Frage beantwortet, was er wohl machen würde, wenn er genau da fahren könnte, wo und mit wem er wollte. Von Powder-Tauchen mit Terje und Danny in Japan über die XGames bis ins Müllersche Heimatland Laax lässt er jeden einzelnen seiner Träume Wirklichkeit werden. Dem Contest-Leben hat er noch nicht abgeschworen, warum auch? Dafür stompt er seine Tricks viel zu sicher in die Slopestyle-Kurse, doch mit diesem Film hat er gezeigt, dass er eben mehr als nur das Contest-Kid ist, für das ihn viele gehalten haben. Und man kann nur gespannt sein, was die Zukunft für den Kanadier noch offen hält.

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Board 157
Boots 11 (US)
Stance Regular
Winkel +15/-9
Geboren am 09.12.1993
Lebt in Encinitas, Kalifornien
Sponsoren Burton, Red Bull, Oakley, Skullcandy, DVS, Garmin, Sport Chek, AWSM, BMW, Shredbots

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Aus: Prime Snowboarding Magazine #03