Maximilian Preissinger wird schon seit längerem als DAS deutsche Nachwuchstalent gefeiert. Wir haben uns mit ihm über seine letzten Contests, Olympia, seine Pläne, sein Street Riding und vieles mehr unterhalten.

Maxi im Vans Penken Park Mayrhofen - Foto: The Acworth
Maxi im Vans Penken Park Mayrhofen – Foto: The Acworth

Maxi Preissinger wird von vielen als der talentierteste Nachwuchsrider in Deutschland genannt. Als wir den Planet Sports Teamrider vor knapp 2 Jahren das erste Mal getroffen haben, beeindruckte er uns vor allem mit seiner unglaublichen Motivation. Maxi kam im Sommer 2013 mit dem Ride Snowboards Team zum Summer Feast in den Snow Dome Bispingen und war dort kaum zu halten. Er war der Fahrer, der als erstes morgen fertig angezogen auf dem Camping Platz hinter der Halle stand (während alle anderen gerade maximal aufgewacht waren) und sofort zum Shredden wollte.

Bis Abends haben wir Maxi dann nur noch für eine kurze Pause (wenn überhaupt) gesehen. Die restliche Zeit drehte er eine Runde nach der anderen und wollte gar nicht mehr aufhören. Bis heute gibt es wahrscheinlich niemanden, der mehr Laps am Tag im Snowpark Bispingen hingelegt hat als Maxi.

Dazu kommt, dass er ein super sympathischer Fahrer ist. Er ist immer gut gelaunt, immer für eine spaßige Unterhaltung zu haben und verbreitet stets gute Laune. Dieses Jahr war er zuerst als Backup Rider beim Air & Style in Peking mit dabei und dann vor kurzem auch beim Main Event in Los Angeles. Höchste Zeit den Deutschen mal wieder mit aktuellen Fragen zu löchern.

Hi Maxi, wie geht’s dir und wo treibst du dich im Moment gerade rum?

Mir geht`s zur Zeit super! Schule und Shredden unter einen Hut zu bringen ist im Abi Jahr zwar etwas stressig, klappt aber überraschend gut. Jetzt gerade bin ich daheim und drück die Schulbank bis nächste Woche, dann geht es nach Flachauwinkel zum Springbattle.

Vor kurzem warst du beim Air & Style in Los Angeles als Invited Rider. Wie kam es dazu? Wusstest du davon oder hast es geahnt und wie war deine Reaktion?

Maximilian Preissinger - Foto: Boris Nachbauer
Maximilian Preissinger – Foto: Boris Nachbauer

Ich wurde Anfang der Saison vom Riders Manager der Air & Style Tour gefragt, ob ich in Peking als Backup Rider dabei sein möchte und da hab ich natürlich sofort ja gesagt! Dann habe ich dort die Chance bekommen an den Start zu gehen, da Seb Toots aufgrund seiner Schulter ausgefallen ist. In Peking bin ich dann 18ter geworden und ich glaub das war mit unter auschlaggebend für meinen Startplatz in L.A..

Gerechnet habe ich überhaupt nicht damit, dass ich nach L.A. darf, weshalb ich natürlich mega begeistert war, als ich ca. 2 Wochen vor dem Event Bescheid bekommen habe. An dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön an die Air & Style Company, dass ich dabei sein durfte!

War der Contest für dich überhaupt noch etwas Besonderes? Immerhin warst du ja auch schon bei anderen großen Contests wie den diesjährigen LAAX OPEN ebenfalls am Start.

Natürlich war es etwas Besonderes! Ich würde sogar sagen, dass es die coolste Contesterfahrung für mich bisher war, da ich noch nie vor einer so großen Menschenmenge gefahren bin wie dort und die auch noch richtig fett Stimmung gemacht hat.

Der beste Run von Maxi bei den LAAX Open 2016

Wie war die Stimmung vor Ort unter den Ridern?

Die Stimmung war ziemlich cool und alle waren recht entspannt – war ja auch irgendwie so wie ein Sommerurlaub – wenn man bei 30 Grad am Strand chillt und in kurzen Hosen durch Hollywood läuft, ist man nicht unbedingt in angespannter Conteststimmung…

Wie war das Gefühl vor so einem großem Publikum zu fahren?

Es war das beste Gefühl überhaupt!! Vor allem, wenn man seinen Trick steht und sich einfach diese Riesenmenge mit einem freut und richtig abgeht! Schon wenn man oben im Startgate steht und dort runter schaut, wo all die Leute stehen, ist es einfach unbeschreiblich.

Wie ist der Contest in L.A. für dich gelaufen?

Ich persönlich hab mich in erster Linie darüber gefreut meinen Bs Double 10 gestanden zu haben, da es bei mir im Training überhaupt nicht gut gelaufen ist. Leider konnte ich meinen zweiten Run nicht stehen und bin auch nicht in die nächste Runde gekommen. Ich bin aber dennoch sehr zufrieden damit, etwas runter gebracht zu haben, da ich auch echt nervös war am Dropin.

Shaun White hat ja beim Air & Style die Führung übernommen. Wie stehst du dazu? Gut oder schlecht?

Ich finde es echt sehr gut, wie es mit dem Air & Style läuft und finde es ok, dass Shaun White dort jetzt die Führung übernommen hat. Auch sein Konzept fürs nächste Jahr eine Tour mit Slopestyle, Halfpipe und Big Air zu machen, finde ich wirklich eine super Idee. Hoffentlich kriege ich da erneut die Chance irgendwie dabei zu sein.

> Lest auf der nächsten Seite, wie die Qualifikation für Olympia 2018 bei Maxi läuft, wo seiner Meinung nach das Comp Snowboardern in zwei Jahren steht und ob er auch mal in den Straßen auf Handrails anzufinden ist.

1
2
TEILEN