Der Lawinen-Ratgeber für Snowboarder #2

Lawinenkunde für Snowboarder #2

In der zweiten Ausgabe unserer Lawinen-Reihe zeigen wir euch nun, wie ihr euren Tag im Powder plant – angefangen daheim am Rechner bis hin zum Drop in den hoffentlich perfekten Tiefschnee-Run.

Teil 1 unserer Serie „Lawinenkunde für Snowboarder“ findest Du hier.

VORBEREITUNG IM TAL

Wissen ist Macht. Für uns Freerider bedeutet das, dass nur derjenige an den besten Spots fahren kann, der sich mit der Problematik von Lawinen intensiv auseinandergesetzt und diese auch verstanden hat.
Für Einsteiger führt also an entsprechenden Camps kein Weg vorbei – und schon gar nicht, wenn diese wie z.B. von SAAC, kostenlos angeboten werden. Diese, für jeden Freeride-Beginner essenziellen Kurse, vermitteln Basiswissen, das unter keinen Umständen als Freifahrtschein im offenen Gelände verstanden werden darf. Vielmehr geht es darum, die erlernten Kenntnisse im Anschluss zu vertiefen und immer wieder zu trainieren.

Der Wettercheck vorab

Anders als die meisten von euch vielleicht denken, fängt die Vorbereitung für
euren Tiefschneeausflug bereits zu Hause mit einem Blick auf den Wetterbericht an. Denn bei Sturm, massiven Niederschlägen oder schlechter Sicht ist das offene Gelände tabu! Wetter-Informationsseiten gibt es viele, wie z.B. www.alpenverein.at.

Gefahrenstufen-SkalaLawinenwarnungen prüfen

Nach dem Wettercheck folgt Schritt zwei der Vorbereitung: der Lawinencheck z.B. auf www.avalanches.org im Internet. Dort findet ihr die tagesaktuellen Lawinenlageberichte für alle Regionen sowie alle weiteren wichtigen Informationen, die für eure Planung nützlich sind.

Die Lawinengefahrstufe wird auf einer Skala von eins bis fünf bewertet. Dabei steht die Fünf für sehr große Lawinengefahr und die Eins für geringes Risiko. Neben der unmissverständlichen Kenngröße dieser Warnstufen wird die aktuelle Lawinensituation in den jeweiligen Gebieten beschrieben. Die Interpretation dieser Texte und Skalen verlangt etwas Übung, bis sie bei euch in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Ausrüstungscheck

Zu guter Letzt, wenn das Wetter und die Lawinenwarnstufe einen Ausritt in den Powder erlauben, müsst ihr noch eure Ausrüstung kontrollieren.
Dass LVS, Rucksack, Schaufel und Sonde lebensnotwendig sind, haben wir euch ja schon im ersten Teil erklärt. Ein Blick auf die Batterieanzeige eures LVS-Gerätes ist Pflicht! Denn ohne Saft bringt euch das beste Gerät nichts.

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