Viele Events sind in den vergangenen Jahren ins Wanken geraten. Das WIR ist verloren gegangen, was einst den Unterschied unseres Sports ausmachte. Wir heißen alle, denen es rein ums Snowboarden geht, willkommen zum KEEP SNOWBOARDING.

Am letzten Wochenende der vergangenen Wintersaison war es soweit: Bei frühlingshaften Temperaturen und slushy Pisten feierte das Keep Snowboarding nach seinem Umzug ins vorarlbergische Damüls Premiere. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen von knapp hundert Jungs und Mädels, die gemeinsam die Saison beim Keep Snowboarding ausklingen lassen wollten, trafen sich auf der Uga-Alp. Die Berghütte liegt auf einem Grat inmitten des Gebietes und bot den Angereisten neben Gastfreundschaft und gutem Essen ein grandioses Panorama, speziell vor und nach dem offiziellen Liftbetrieb.

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Zösi und Bene biegen die Beine und tanzen Limbo. Fu***** awesome!

Mit der Musik hatte sich Keep Snowboarding für 2015 ein Thema vorgegeben, welches seit jeher Geschichten und Botschaften transportiert und wie keine zweite Ausdrucksform bei den Menschen ankommt und sie berührt. Denn im Gegensatz zu Politik, Schule und Uni erreicht uns Musik ohne Vorgaben wann und wie wir sie hören müssen und trotzdem hat sie einen viel größeren Impact auf uns, als es unsere gesellschaftlichen Institutionen je hatten und es wahrscheinlich je haben werden. Musik ist grenzenlos und multikulturell, Musik ist perfekt, um die Botschaft von Keep Snowboarding, die für den gemeinsamen Spaß am Brettln steht, zu transportieren.

Wie schon mit den Themen aus den Jahren zuvor, wurde auch dieses Mal Musik als zentraler Aufhänger in den Mittelpunkt des Wochenendes gestellt. Und so lachten nach dem Frühstück am Samstag Vormittag nicht wenige Teilnehmer, als sie sich bei der ersten Session am Inrun eins „Limbo-Carves“ wiederfanden. Ihr habt richtig gehört, zu funky Beats aus den Boxen konnte wer wollte, sein Board auf möglichst kreative, aber vor allem lustige Art und Weise unter den Limbo-Toren hindurchlenken. Dabei war es völlig schnuppe, ob im Gun-Fire und biertrinkend, mit smoothen revert Carves, auf dem Bauch rutschend oder onefooted, es musste einfach Laune machen. Die Limbo-Tore wurden von Runde zu Runde tiefer gesetzt, bis auch der Letzte aufgab und die Banner lieber per Ollie clearte. „Limbo-Carve“, was sich schwer nach Après-Ski-Gaudi anhört, hatte in Wahrheit einen fahrerischen Anspruch, denn Carven sieht zwar leicht aus, ist es aber nicht. Aber die wichtigste Erkenntnis dieser Session war einmal mehr: egal ob Pro- oder Hobby-Snowboardern, das gemeinsame Schwüngeziehen machte allen mega Spaß.
Nach dem Hüften- bzw. Boardschwingen wurde im Auslauf des „Limbo-Carves“, der zugleich der Inrun der nächsten Aktion werden sollte, der Grill für das BBQ eingeheizt.

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Lukas und Sebi von der Different Direction-Crew im Double-Trouble-Modus, während Jonel die Sirene heulen lässt

Es war zwecklos, einen offiziellen Start für die nächste Session zu verkünden, denn beim Anblick des Bowl-Features konnten einige die Füße nicht mehr stillhalten und mussten einfach on stage beim „Covershootra“ gehen. Das Obstacle war eine Mischung aus Corner, Bowl und Spins und sah einfach fett aus und lockte immer mehr Leute weg vom Grill und auf ihre Bretter. Während die einen noch gemütlich den Senf auf ihre Grillwurst drückten und kauend im Liegestuhl chillten, gaben die anderen schon auf ihren Brettern Gas und lieferten eine Show, dass die bedrohlich dunklen Wolken, die immer näherkamen, fast in Vergessenheit geraten wären. Doch das Wetter in den Bergen kann gnadenlos sein. Nach einer guten Stunde setzte Graupelschauer ein, der dem „Covershootra“ ein vorzeitiges Ende bescherte. So schnell das schlechte Wetter kam, so schnell verzog es sich auch wieder, doch es war schon zu spät, um die Session nochmals zu starten. Die Lifte hatten in der Zwischenzeit ihren Betrieb eingestellt und auf der Terrasse der Uga-Alp ploppten die Kronkorken und die Aprilsonne ließ die unterschiedlichen Gruppen im Abendlicht schnell miteinander warm werden.

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Nur Bruchteile von Sekunden, bevor Kolja von einer Biertaufe überrascht wird

Der Freitagabend legte bereits den Grundstein für gute Vibes innerhalb der Gruppe, die wegen des Keep Snowboardings nach Damüls angereist waren. Der Samstag brachte beim gemeinsamen Snowboarden im Frühjahrs-Slush die Leute noch näher zusammen, was beim Abendessen schon dazu führte, dass man den Verlauf des bevorstehenden Abends schon ziemlich genau vorhersagen konnte. Nach dem Dessert gab es noch sorgfältig ausgewählte Preise der Keep Snowboarding Partner, bevor die Bandmitglieder von KYTES das Schicksal des Abends mit ihren Instrumenten in die Hand nahmen. Binnen weniger Songs tobte die Hütte und es war schon fast beängstigend, was die Unplugged-Perfomance der Jungs aus München mit den Keep Snow boarding-Leuten, den Bullyfahrern und dem Personal der Uga-Alp anstellte. Es wurde getanzt, mitgesungen, gefreestylet, improvisiert, gelacht, die Bar trocken gelegt und definitiv die Zeit vergessen. Hüttenwirt Pirmin hatte einen riesen Spaß an diesem Abend, aber er war auch sichtlich erleichtert, als bei Sonnenaufgang die Hütte noch stand.

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Der Großteil kämpft noch mit dem Gleichgewicht und dem verflixten Hangover, der Zösi nutzt sein Drehmoment lieber anderweitig aus

Wer feiern kann, kann am nächsten Tag auch snowboarden! Naja, zumindest wurde es versucht. Nach einem zeitlupenartigen Frühstück machte sich der Trupp bei herrlichstem Sonnenschein auf zur Schatzsuche. Über verschiedene Stationen musste der Weg zum „The Creek Crackers“ gefunden werden, der letzten Station des Keep Snowboardings an diesem Sonntag. Der erste Stopp führte zum „The Root Rockers“, einem Parcours mit zwei parallelen Spuren, die im Duo mit Snurfern gemeistert werden sollten. Dank dem weichen Schnee hielten sich blaue Flecken und schmerzende Slams im Rahmen und die ein- oder andere Ladung Nassschnee im Gesicht verhalf zurück ins Leben. Nach dem Snowboarden in seiner Ursprungsform, ging es vom „The Root Rockers“ querfeldein zum nächsten Halt, dem „Spin to Win“. Drei verschieden hohe Schneekegel mit umgedrehten Salatschüsseln warteten darauf, dass die Teilnehmer ihre Restfetten mit ihren Boards aus den Köpfen drehten.

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Todesverachtende Action im Sulzschnee von Damüls

Der nächste Tipp leitete die Schatzsuchenden weiter zum „Mega Pop“. Ein Ollie Pad wartete inmitten der Pampa auf seinen Einsatz. Es dauerte keine fünf Minuten, bis sich die ersten Leute hinter das Pad in den Schnee legten und der „Mega Pop“ an Fahrt aufnahm. Wer traut sich in die Reihe der Liegenden ganz ans Ende? Und wer springt drüber? Und geht vielleicht noch einer mehr? Der „Mega Pop“ war ein Mini-Kicker mit großen Adrenalinschüben.

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Den Creek Cracker ließ sich nicht mal Gigi Rüf entgehen, lag ja quasi direkt vor seiner Haustüre. Anschließend hieß es Abschied nehmen und den Sarg über die Hips des Bachbetts schießen

Unweit des „Mega Pop“ waren schon die Schilder des „The Creek Crackers“ zu erkennen. Der Run, bestehend aus mehreren Hips, die an das Gelände angepasst waren, sollte zum Finale bzw. zum Ausklang des Wochenendes werden. Doch zu vor gab eine schreckliche Nachricht Anlass zum Trauern. Der langjährige Medienpartner von Keep Snowboarding und zu gleich das älteste europäische Printmagazin, das noch auf dem Markt war, wurde eingestellt. Das snowboarderMBM sollte fortan zum reinen Online-Magazin werden. Der Schock saß nach dieser Hiobsbotschaft tief und es dauerte eine Zeit, bis alle die Fassung wieder erlangten. Keep Snowboarding wollte sich von seinem langjährigen Freund und Partner würdig verabschieden und organisierte kurzerhand eine Trauerfeier am Inrun des „The Creek Crackers“. Nach einer herzergreifenden Rede eines betroffenen Redakteurs, schickte Keep Snowboarding den Sarg von snowboarderMBM auf seinen letzten Run durch die Hips von „The Creek Crackers“ gen Tal.

„The show must go on“ sang Freddie Mercury einst im gleichnamigen Song von Queen und so ging die Show nach dem Leichenschmaus weiter und wer noch die Kraft besaß, cruiste durch die Hips des „The Creek Crackers“ und ließ das Keep Snowboarding-Wochenende gemeinsam ausklingen.

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