Joe Sexton

Joe Sexton ist eine der treibende Kräfte im Street Snowboarden und das seit mehr als einem Jahrzehnt. Für die meisten Snowboarder steht er dafür, die Grenzen des Möglichen im urbanen Snowboarden immer wieder zu überschreiten und neu zu definieren. Immer auf der Suche, Snowboarden voranzubringen, auf und abseits der Berge. Joe hat mehr Opener- und Ender-Parts gefilmt als die meisten Fahrer. Doch das hat ihn nie abheben lassen. L1-Mastermind Joe Kooley war schon immer ein Fan von Joe’s Snowboarden und als sich die Gelegenheit zur Zusammenarbeit ergab, haben sie diese sofort ergriffen.

Joe Sexton | © L1
Joe Sexton | © L1

Was hat dich zum Snowboarden gebracht?
Es war die einzige Sache, in der mich mein Zwillingsbruder nicht schlagen konnte. Als ich jünger war, versuchte ich mich an jeder Sportart: Hockey, Fußball, Football, Lacrosse, Volleyball, Tennis, Gokart, Unterwasser-Käfig-Flechten… [grinst] und dann kam Snowboarden daher. Meinen Bruder interessierte es nicht, aber ich war sofort dabei! Als ich das erste Mal auf einem Snowboard stand, verliebte mich sofort. Ich erinnere mich daran, wie über eine kleine Bodenwelle sprang und es fühlte sich an, als würde ich meterweit fliegen. Es waren natürlich nur wenige Zentimeter, aber ich erinnere mich genau an dieses großartige Gefühl.

Was hat dich bis heute am Snowboarden festhalten lassen?
Es ist die einzige Sache, die mich geistig gesund hält! [lacht] Es ist schwer zu erklären. Ich habe das Gefühl, dass ich ständig und zu jeder Zeit an neue Spots, neue Tricks denke. Ich bin wirklich gestoked, dass ich heute noch genau so wie damals fasziniert von der ganzen Sache bin.

Skaten und Snowboarden gehört für Joe Sexton untrennbar zusammen | © L1
Skaten und Snowboarden gehört für Joe Sexton untrennbar zusammen | © L1

Wie hat sich Snowboarden in den letzten zehn Jahren verändert?
Es gab eine Menge Progression. Auch in Sachen Fashion hat sich einiges verändert. Besonders bei mir… [grinst] Auf der medialen Seite hat sich wahnsinnig viel getan. Als ich anfing, gab es kein Instagram oder Ähnliches. Du hast für einen Part gefilmt und das war so ziemlich alles, was die Leute am Ende der Saison oder Beginn der nächsten von dir zu sehen bekommen haben. Jetzt scheint es, dass du unmittelbaren Zugang zu allem haben kannst, was gerade passiert. Aber nur die Zeit wird zeigen, ob das gut oder schlecht ist. Ich denke, solange Leute snowboarden, auf Trips gehen und an Projekten arbeiten, wird das schon alles passen.

Was inspiriert dich im Moment am meisten?
Da gibt es eine ganze Menge. Ich bin von einigen Projekten wirklich begeistert: Beacon, Pepper, VG, Americka… Es tut gut zu beobachten, dass es Fahrer gibt, denen es um etwas geht und Firmen, die solche Fahrer und Projekte unterstützen. Was einzelne Fahrer betrifft: Es sind zu viele, um sie alle beim Namen zu nennen!

Interview: Knut Eliassen, Nitro Snowboards

 

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